Deutsche Regionalzeitungen wie die Südwest Presse (Ulm), die Märkische Oderzeitung (Frankfurt/O) und die Lausitzer Rundschau (Cottbus) berichteten über die RFBerlin-Studie von Mette Foged, Karen-Inge Karstoft und Edith Zink. Ihr Diskussionspapier „PTSD and refugees’ underemployment: Evidence from displaced Ukrainians” (PTBS und Unterbeschäftigung von Flüchtlingen: Erkenntnisse aus der Vertreibung ukrainischer Flüchtlinge), das auch als RFBerlin Research Insight veröffentlicht wurde, untersucht, wie PTBS anhaltende Hindernisse für die Beschäftigung von Flüchtlingen schafft.
Foged betonte, dass „wir hier ein Problem haben und noch keine Politik, um es zu lösen“. Sie merkte an, dass zwar wahrscheinlich viele Flüchtlinge von Traumata betroffen sind, es jedoch oft Jahre dauert, bis die Behörden untersuchen, ob psychische Probleme zu anhaltender Arbeitslosigkeit beitragen. Sie betont auch die Notwendigkeit frühzeitiger Interventionen: „Ein erster Schritt könnte sein, dass das zuständige Ministerium den Sachbearbeitern
in den Jobcentern Leitlinien zukommen lässt, was PTBS ist und wie man besser mit davon betroffenen Menschen umgeht.” Diese relativ kostengünstige Maßnahme wurde bereits in Dänemark umgesetzt.
Die Studie unterstreicht die Lücke in der aktuellen Integrationspolitik, die sich stark auf Sprachunterricht und Arbeitsvermittlung konzentriert, während die psychische Gesundheit als Hindernis für die Beschäftigung übersehen wird.



